Ueber den Wolken

27 09 2009

Manali, die Backpacker-Spielwiese Nummer1! Hier kann man einfach alles machen, Raften, Yoga, Meditation, Paragliden. Der richtige Ort fuer uns, um uns nach den Strapazen der Anreise zu erholen. Aber alles der Reihe nach:

 

Dienstag:

Um zwei am Morgen sind wir totmuede ins Bett (oder sollte man eher sagen „aufs Brett. Von weichen Matratzen scheinen die Inder nicht sehr viel zu halten.) gefallen. Und um zwoelf Uhr mittags wurden wir von Chris‘ Stimme geweckt, der auf der Terasse vor unserem Zimmer mit einer anderen Deutschen ins Gespraech gekommen war. So erhoben wir uns schweren Herzens von unserem Schlaflage, erfreuten uns endlich wieder einmal an einer Dusche (und glaubt uns, Duschen wird auf einer Weltreise wirklich zur reinsten Freude, wie alles, was man nur mehr selten erleben darf) und gingen mit den zwei „Piefke“ Mittag essen bzw. fruehstuecken. Spaeter stiess dann ein indischer Freund von Eva (so der Name der quirligen Deutschen) zu uns und organisierte unseren Abenteuertrip fuer den naechsten Tag, aber dazu spaeter mehr. Vera und ich hatten bald genug vom Herumsitzen im Restaurant, denn gesessen sind wir waehrend der 20 stuendigen Busfahrt genug und so erhoben wir uns und liesen das Trio zurueck, um noch ein, zwei Stunden New Manali zu besichtigen. Und dort sahen wir etwas, was uns einen kleinen Freudeschrei entlockte: eine Fussgaengerzone. Fuer Leute, die noch nie in Indien waren, mag das vielleicht trivial klingen, aber wenn man den Boden unter seinen Fuessen immer mit Autos teilen muss, die vor jeder Kurve hupen und das auch knapp hinter Personen und die auch wahrlich nicht darauf achten, genuegend Seitenabstand zu Menschen einzuhalten, wenn das der Fall ist, dann bedeutet eine Fussgaengerzone den Himmel auf Erden. Und so nutzten wir dieses Glueck aus und gingen ein paar Mal auf und ab, schlenderten im bunten indischen Treiben herum, bis wir uns um sieben beim vereinbarten Treffpunkt, den wir mit den Oesterreichern vereinbart hatten, einfanden. Wir zelebrierten mit ihnen praktisch ein Abschiedsessen, denn sie traten am naechsten Tag um vier Uhr morgens ihre Weiterreise Richtung Amritsar an. Schade, der Oesterreichische Dialekt wird uns wohl sobald nicht mehr unterkommen.

 

Mittwoch:

Der 23. September 2009, der Tag, an dem wir flogen. Ein grosser Tag fuer uns, ein sehr gewohenlicher Tag fuer den Rest der Erdbevoelkerung. Fruehmorgens standen wir auf, machten uns fertig, sprich putzten wir uns die Zaehne und wurden anschliessend mit einem Jeep den Berg hinaufchauffiert. Bei einer Snackbar machten wir Bekanntschaft mit unseren Mitparaglidern. Als einer der gestandenen Maenner begann, sich einen Spassmacher anzuzuenden, verwandelte sich unsere bisherige freudige Erwartung mehr und mehr in ein mulmiges Gefuehl, aber es stellte sich heraus, dass dieser junge Mann an diesem Tag frei hatte und das in vollen Zuegen genoss. Und so konnten wir uns wieder voll und ganz auf unsere freudige Erwartung konzentrieren. Nach fast drei Stunden Fahrt in immer atemberaubendere Hoehen erreichten wir endlich unser Ziel. Ein Helm noch auf den Kopf gesetzt, an den Tandemmitspringer festgemacht und schon ging es ab in die Luefte. Eine halbe Stunde durften wir die Welt aus der Perspektive eines Vogels bewundern. Einfach Unglaublich! Der Wind sausste uns um die Ohren, Voegel begleiteten uns auf gleicher Hoehe, Baumwipfel streiften unsere Fuesse. Die halbe Stunde kam uns vor wie zehn Minuten, was unser Misstrauen natuerlich sofort anregte und in uns schon die Hoffnung wachsen liess, einen Preisnachlass herauszuschinden. Doch der Chef beharrte drauf, dass es sogar 50 Minuten waren und wir bemuehten uns, ihm Glauben zu schenken. Und fuer 40 Euro Paragliden, da bekommt man eh schon fast ein schlechtes Gewissen. Um unser Abenteuer zu feiern, besuchten wir dann noch ein In-Lokal in Old Manali und liesen diesen Tag bei einer Wasserpfeife in gemuetlicher Atmosphaere ausklingen.

 

Donnerstag:

Unser letzter Tag in Manali. Wir verbrachten ihn mit dem Besuch eines Tempels und eines Heiligen Baumes- beides ein wenig enttaeuschend. Dann fuehrten wir uns noch Vashisht zu Gemuete, ein kleines Hippiedorf zwei Kilometer entfernt von Manali. Dort bewunderten wir die Hanfpflaenzchen, die die Strassen saeumten und fuellten noch unseren Magen, bevor wir uns wieder zurueck nach Manali begaben. Und das alles ging so schnell von Statten, dass wir schon zwei Stunden frueher als geplant, also um zwei, unsere Weiterfahrt nach Mandi antreten konnten.


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27 09 2009
Benny

Was ist eigentlich wiedermal mit Fotos? =)

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